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Das Yogahaus Viersen
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Yoga ist modern

Es gibt Fragen, die sind universal: Sie gelten auf der ganzen Welt, zu jeder Zeit, für alle Menschen. Wie lässt sich Leid und Unzufriedenheit, Enge und Unfreiheit vermeiden? Darüber hat der indische Weise Patanjali schon vor etwa 2000 Jahren nachgedacht. Das Ergebnis sind die Yoga Sutra: 195 Leitsätze, in denen er Ideen, Methoden und den Sinn von Yoga beschrieb. Seitdem haben sich verschiedene Auffassungen von Yoga entwickelt: Während Patanjali mit seinem achtgliedrigen Pfad auf innere Haltung setzte und über Meditation zur inneren Freiheit strebte, entstanden später auch andere Yoga Richtungen: Einige stellten die gute Tat oder die Hingabe zu Gott in den Mittelpunkt. Bei uns in der westlichen Welt hat sich jedoch Hatha Yoga durchgesetzt. Dabei spielen Körperübungen eine wichtige Rolle, auf religiöse Dogmen wird verzichtet. Ein Konzept übrigens, das mit den Überzeugungen eines der bekanntesten Yoga-Lehrer der Neuzeit, Sri Tirumala Krishnamacharya (1888 – 1989), übereinstimmt. Er hat erkannt, dass Yoga sich wandeln muss, wenn diese alte Lehre den Anforderungen der Moderne und den Menschen heute entsprechen will. Für ihn gab es einen Zusammenhang zwischen Yoga-Praxis und gesundheitlichem Befinden. Hatha Yoga vereint Körper- und Atemübungen sowie Meditation. Statt die Bewegungen lange zu halten ( wie es früher gelehrt wurde), basiert die zeitgemäße Interpretation auf zunächst dynamischen Übungen. Ein Beibehalten bestimmter Positionen ist dann der nächste Schritt. Diese im doppelten Sinn flexible Anwendung passt besser zu unserem Leben, in dem wir viel sitzen, Auto fahren und mit dem Kopf arbeiten. Auch Schulmediziner schätzen inzwischen die positiven Auswirkungen von Yoga auf Leib und Seele. Dieser Effekt verstärkt sich noch, wenn die Übungen ¬– wie beim so genannten Viniyoga – genau auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Yogaschülers abgestimmt sind.

Viniyoga

Yoga muss zum Schüler passen, nicht der Yoga zum Schüler. Viniyoga ist ein zeitgemäßer Ansatz, der die Vorerfahrung und die individuellen Möglichkeiten des
einzelnen berücksichtigt.

Viniyoga aus der alten indischen Sprache Sanskrit setzt sich als Wort aus drei
Teilen zusammen:
Vi = Viseva = besonders
Ni = Intensität
Yoga = Verbindung, Verwendung, Gebrauch
Viniyoga bedeutet also "besondere Anwendung". Damit ist gemeint, dass eine Übung passend angewandt wird, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Passend auch deshalb, weil die persönlichen Vorbedingungen, Fähigkeiten und Bedürfnisse eines Menschen maßgeblich die Übungen bestimmen, zu denen ihn sein Lehrer anleitet. Dies setzt Einfühlungsvermögen voraus: Der Lehrer muss aus seiner Erfahrung heraus einschätzen, welche Bewegungen oder Atemtechniken seinem Schützling nutzen. Er kennt eventuelle Beschwerden oder Vorerkrankungen. Zu Viniyoga gehört auch, die Ansprüche und Ziele
des Übenden zu begreifen. Deshalb wird ein guter Lehrer schrittweise vorgehen und seinen Schüler niemals überfordern. Er kann ihm vorschlagen, bei einer Übung locker in den Knien zu bleiben anstatt die Beine durchzustrecken. Oder ihm einen Stuhl als Hilfsmitten anbieten. Nach ersten Fortschritten wird er ihn anleiten, sich neue Ziele zu setzen. Um mehr Beweglichkeit zu erlangen oder erhöhte Konzentration. Viniyoga baut Schwierigkeitsstufen sinnvoll auf. Im Mittelpunkt steht immer, dass der Schüler sein Tun begreift und sich wohlfühlt bei dem, was er tut. Viniyoga macht Mut.

Yoga dynamisch

In dieser dynamisch fließenden Yoga Form harmonieren Körper und Atem miteinander..

Die einzelnen Übungen sind systematisch angeordnet und werden im anmutigen Atem- und Bewegungsfluss geübt. In einem fortlaufenden Kurs wird mit verschiedenen Schwerpunkten an einer dynamischen Übungsfolge gearbeitet, um die Kraft, Balance, Flexibilität, Konzentration und Entspannung zu fördern. Innere Stärke und ein Gefühl von Freiheit entwickelt sich über eine dynamische Yogapraxis mit sanft fließenden Bewegungen. Ausdauer und Gelassenheit entfalten sich mit zunehmender Leichtigkeit über fließende Abfolgen, kombiniert mit Momenten der Statik. Ich biete für alle āsanas (Körperhaltungen) einfache und komplexe Varianten an, um ein sicheres Praktizieren, sowohl für einen Yogaanfänger als auch für Fortgeschrittene, zu gewährleisten.
Zusätzlich fließen einfache prānāyāmas (Atemübungen), kriyas, (Reinigungsübungen) Meditation und weitere Themen aus dem Yoga in den Unterricht ein. Am Ende jeder Einheit wird in stiller Achtsamkeit nachgespürt, Entspannung und innere Ruhe werden erfahren. Der Kurs ist geeignet für alle, die eine dynamisch- fließende Praxis suchen, dennoch auch die Ruhe und Kraft im Detail finden möchten. Der Atemfluss lenkt die Achtsamkeit dabei in tiefere Schichten des Körpers- auf das innere Geschehen und führt ihn allmählich in die Stille.

Weg und Ziel

Yoga besteht aus unterschiedlichen Komponenten: Aus Körper- und Atemübungen sowie Meditation. Dies alles lässt sich unter Anleitung erlernen. Verantwortungsbewusste Lehrer setzen auf einfache, aber effektive Aufgabenstellungen. Sie erläutern Zusammenhänge und vermitteln, warum sich Bewegung und Atemtätigkeit oder Atemtechniken und ruhiges Innehalten ergänzen.

 

Körperübungen

Sie werden in der Yogapraxis Asanas genannt. In der Regel handelt es sich um langsame, bewusste Bewegungen. Mithilfe dieser Übungen kann der Schüler Einschränkungen und Blockaden überwinden. Er gewinnt eine verändertes Körpergefühl, fühlt sich stabiler, manchmal auch gelenkiger. Was zählt, ist ein angemessener Umgang mit den Möglichkeiten wie auch mit den Grenzen des Körpers. Daraus resultiert eine neue Art von Achtsamkeit, die sich aus der aktiven Bewegung heraus entwickelt. Sie bedeutet im Idealfall nicht nur mehr Mobilität, sondern auch mehr Freude. Asana verleihen mehr Leichtigkeit. Der Schüler fühlt sich gesünder.


Atemübungen

Normalerweise atmen wir ein und aus ohne darüber nachzudenken. Beim Yoga geschieht genau das Gegenteil. Wir atmen zum Beispiel bewusst, wenn gleichzeitig Körperübungen vollzogen werden. Ein gleichmäßig fließender, bewusst geführter Atem unterstützt uns in der Bewegung. Manchmal steht nur die Atemübung im Mittelpunkt. Dies erhöht unser Gefühl für Kraft im Körper, die innere Energie dehnt sich aus. Wenn die Schüler wiederum meditieren, wirkt ein bestimmter Atemrhythmus konzentrationsfördernd.

 

Meditation

Den Geist ausrichten, nicht an alltägliche Pflichten denken, störende Gefühle hinter sich lassen ¬– wenn dies gelingt, dann werden wir ruhiger. Wir fühlen uns innerlich klar, der Geist richtet sich aus. Allerdings klappt dies nicht immer auf Anhieb. Dann ist ein erneuter Versuch notwendig. Überhaupt ist es mit der Meditation wie mit allen anderen Anwendungen der Yoga-Praxis. Die Schüler profitieren, wenn sie wiederholt meditieren. Deutlich spürbare Effekte nach einiger Zeit sind verbesserte Konzentration und mehr Zufriedenheit.